UCS@school 3.2 Quickstart

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Produktlogo UCS@School Version 3.2

UCS@school ist eine Erweiterung für Univention Corporate Server (UCS). Die Installation besteht aus zwei Schritten:

  • Installation von UCS
  • Installation der Erweiterung UCS@school

Dieser Quickstart Guide beschreibt die Installation und Einrichtung von UCS@school in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Installation von UCS

Available in AppCenter Button 200.png

UCS@school kann in zwei Varianten installiert werden:

  • Als Single-Server-Umgebung für Installationen an einzelnen Schulen
  • Als Multi-Server-Umgebung für Umgebungen mit mehreren Schulen

Dieser Quickstart Guide beschreibt die Installation als Single-Server-Umgebung. Weiterführende Hinweise zu Multi-Server-Umgebungen finden sich im Abschnitt Installation von UCS@school in einer Multi-Server-Umgebung sowie im UCS@school-Handbuch.

UCS steht als 32 und 64 Bit-Variante zur Verfügung. Für die Installation auf aktueller Hardware wird die Verwendung eines 64 Bit-Systems (amd64) empfohlen.

Alternativ kann UCS auch in der Amazon EC2 Cloud installiert und für UCS@school verwendet werden. Des Weiteren kann für die Installation von UCS@school auch das VMware-Image für UCS verwendet und darin die Erweiterung UCS@school installiert werden. Auch hierfür gelten die als nächstes beschriebenen abweichenden Einstellungen.

Wählen Sie für die Installation folgende abweichende Einstellungen vom UCS Quickstart Guide, um UCS@school zu installieren:

Systemrolle
Domain Controller Master
Software-Auswahl
Hier können alle Auswahlkomponenten entfernt werden. Die spätere Installation der UCS@school-Erweiterung installiert alle notwendigen Abhängigkeiten automatisch mit.

Installation der UCS@school-Erweiterung

Der folgende Abschnitt beschreibt die Installation der Erweiterung UCS@school auf einem UCS-System über Univention App Center. Dazu muss eine Anmeldung mit dem Administrator-Konto (Benutzername: Administrator) an der Univention Management Console (https://SERVERNAME/umc/) erfolgen.

Bei der ersten Anmeldung erscheint ein Dialog, mit dem die UCS-Lizenz für das Univention App Center freigeschaltet werden kann. Es muss dazu eine E-Mail-Adresse angegeben werden, an die der freigeschaltete Lizenzschlüssel dann geschickt wird.

Der freigeschaltete Lizenzschlüssel über die UMC importiert werden, indem in der oberen rechte Bildschirmzeile auf das Zahnrad-Symbol geklickt wird. Es muss der Menüpunkt Neue Lizenz einspielen ausgewählt werden. Nach dem Import des Lizenzschlüssels kann das Univention App Center verwendet werden.

Installation der UCS@school-Erweiterung über Univention App Center

Im UMC-Modul App Center ist die Applikation UCS@school auszuwählen und anschließend auf Installieren zu klicken. Nach Abschluss der Installation von UCS@school kann in der Univention Management Console das neue Modul UCS@school-Konfigurations-Assistent aufgerufen werden.

Der Assistent begleitet die notwendigen Konfigurationsschritte für UCS@school:

  • Im ersten Schritt wird die Option Single-Server-Umgebung ausgewählt.
  • Wenn Samba nicht bereits installiert ist, kann im nächsten Schritt die zu installierende Samba-Version festgelegt werden (Samba4 ist die empfohlene Version).
  • Zuletzt wird der Schulnamen festgelegt (z.B. schule719 oder gymnasium_mitte).

Mit der Bestätigung der Einstellungen wird das System konfiguriert und benötigte Pakete automatisch mitinstalliert. Der Frage nach dem Neustart der UMC sollte zugestimmt werden, damit die UCS@school-Module sofort verfügbar sind. Nach Abschluss der Konfiguration ist die Installation von UCS@school abgeschlossen.

Verwaltung der Schüler- und Lehrerdaten

In einer Standard-UCS-Installation sind alle Benutzerkonten vom selben Typ und unterscheiden sich nur anhand ihrer Gruppenmitgliedschaften. In einer UCS@school-Umgebung ist jeder Benutzer einer Rolle zugeordnet, aus der sich Berechtigungen in der UCS@school-Verwaltung ergeben:

  • Schülern wird in der Standardeinstellung kein Zugriff auf die Administrationsoberflächen gewährt. Sie können sich mit ihren Benutzerkonten nur an Windows-Clients anmelden und die für sie freigegebenen Dateifreigaben und Drucker verwenden.
  • Lehrer erhalten gegenüber Schülern zusätzliche Rechte, um z.B. auf UMC-Module zugreifen zu können, die das Zurücksetzen von Schülerpasswörtern oder das Auswählen von Internetfiltern ermöglichen. Die zugriffsberechtigten Module können individuell definiert werden. Lehrer erhalten in der Regel aber nur Zugriff auf einen Teil der von der Univention Management Console bereitgestellten Funktionen.
  • Vollen Zugriff auf die Schulverwaltungsfunktionen von UCS@school erhalten die Schuladministratoren. Sie können z.B. Computer zu Rechnergruppen zusammenfassen, neue Internetfilter definieren oder auch Lehrerpasswörter zurücksetzen.

Bei der Konfiguration über den Assistenten wurde bereits ein Schulname konfiguriert.

Als nächstes muss eine Schulklasse erstellt werden. In der Univention Management Console kann mit Klasse hinzufügen aus dem Abschnitt UCS@school Administration eine Schulklasse definiert werden, z.B. 1a.

Nun werden mit Benutzer hinzufügen zwei Schüler und ein Lehrerkonto angelegt. Beiden Schülerkonten sollte die gerade angelegte Klasse zugewiesen werden. Abschließend wird das angelegte Lehrerkonto mit Lehrer Klassen zuordnen der Klasse zugeordnet.

Anlegen eines Schülers

Das oben beschriebene Anlegen der Benutzer erfolgt in den meisten UCS@school-Installationen durch automatisierte Import-Skripte: Die primäre Verwaltung der Schülerdaten erfolgt üblicherweise weiterhin in der vom jeweiligen Schulträger eingesetzten Schulverwaltungssoftware. Benutzerdaten der Schüler und Lehrer werden dabei aus der Schulverwaltungssoftware exportiert und über mitgelieferte Import-Skripte in UCS@school importiert (typischerweise zum Schuljahreswechsel). Über diese Import-Skripte lassen sich auch Rechnerkonten und Drucker importieren.

Module

UCS@school stellt eine Reihe von Modulen für die Univention Management Console bereit, die für den IT-gestützten Unterricht verwendet werden können. Im Folgenden werden die Module kurz beschrieben. Eine ausführliche Beschreibung der Verwendung der Module findet sich im Handbuch für Lehrer.

Einige Module stehen Lehrern und Schuladministratoren zur Verfügung und einige Module nur Schuladministratoren. Je nachdem, ob die Anmeldung mit einem der oben angelegten Lehrer oder dem Administrator erfolgt, erscheint nur eine Auswahl der Module. Schüler erhalten keinen Zugriff auf die Module.

Modulübersicht UCS@school 3.2

  • Passwörter (Schüler) erlaubt Lehrern das Zurücksetzen von Schüler-Passwörtern. Die bestehenden Schüler-Passwörter können aus Sicherheitsgründen nicht ausgelesen werden; wenn Schüler ihr Passwort vergessen, muss ein neues Passwort vergeben werden. Schuladministratoren dürfen außerdem die Passwörter von Lehrern zurücksetzen.
  • Das Modul Computerraum erlaubt die Kontrolle der Schüler-PCs und des Internetzugangs während einer Unterrichtsstunde. Der Internetzugang kann gesperrt und freigegeben werden und einzelne Internetseiten können gezielt freigegeben werden. Wenn eine entsprechende Software (iTALC) auf den Schüler-PCs installiert ist, besteht auch die Möglichkeit diese PCs zu steuern. So kann der Bildschirm gesperrt werden, so dass beispielweise in einer Chemie-Stunde die ungeteilte Aufmerksamkeit auf ein Experiment gelenkt werden kann. Außerdem kann der Bildschiminhalt eines PCs auf andere Systeme übertragen werden. Dies erlaubt es Lehrern, auch ohne einen Beamer Präsentationen durchzuführen.
  • Mit dem Modul Computerräume verwalten werden Computer einer Schule einem Computerraum zugeordnet. Diese Computerräume können von den Lehrern dann zentral verwaltet werden, etwa in dem der Internetzugang freigegeben wird.
  • Jede Schule wird durch einen Helpdesk betreut, der in der Regel vom Schulträger bereitgestellt wird. Über das Modul Helpdesk kontaktieren können Lehrer und Schuladministratoren eine Anfrage stellen.
  • Jeder Schüler ist Mitglied seiner Klasse. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit mit dem Modul Arbeitsgruppen bearbeiten Schüler in klassenübergreifende Arbeitsgruppen einzuordnen. Das Anlegen einer Arbeitsgruppe legt automatisch einen Datenbereich auf dem Schulserver an, auf den alle Mitglieder der Arbeitsgruppe Zugriff haben. Lehrer können Schüler zu Arbeitsgruppen hinzufügen oder entfernen, aber keine neuen Arbeitsgruppen anlegen. Dies muss von einem Schuladministrator vorgenommen werden. Das Modul Arbeitsgruppen bearbeiten erlaubt Schuladministratoren neue Arbeitsgruppen anzulegen und diesen neben Schülern auch Lehrer zuzuweisen.
  • Mit dem Modul Drucker moderieren können Ausdrucke der Schüler geprüft werden. Die anstehenden Druckaufträge können vom Lehrer betrachtet und entweder verworfen oder an den Drucker weitergereicht werden. Dadurch werden unnötige oder fehlerhafte Ausdrucke vermieden.
  • Das Modul Materialien verteilen vereinfacht das Verteilen und Einsammeln von Unterrichtsmaterial an einzelne Schüler, Klassen oder Arbeitsgruppen. Optional kann eine Frist festgelegt werden. So ist es möglich, Aufgaben zu verteilen, die bis zum Ende der Unterrichtsstunde zu bearbeiten sind. Nach Ablauf der Frist werden die verteilten Materialien dann automatisch wieder eingesammelt und im Heimatverzeichnis des Lehrers abgelegt.
  • Das Modul Unterrichtszeiten erlaubt es Schuladministratoren, die Zeiträume der jeweiligen Unterrichtsstunde pro Schule zu definieren.
  • Für jede Klasse gibt es einen gemeinsamen Datenbereich. Damit Lehrer auf diesen Datenbereich zugreifen können, müssen sie mit dem Modul Lehrer Klassen zuordnen der Klasse zugewiesen werden.
  • Für die Filterung des Internetzugriffs wird ein Proxy-Server eingesetzt, der bei dem Abruf einer Internetseite prüft, ob der Zugriff auf diese Seite erlaubt ist. Ist das nicht der Fall, wird eine Informationsseite angezeigt. Wenn Schüler beispielsweise in einer Unterrichtsstunde in der Wikipedia recherchieren sollen, kann eine Regelliste definiert werden, die Zugriffe auf alle anderen Internetseiten unterbindet. Diese Regelliste kann dann vom Lehrer zugewiesen werden. Mit der Funktion Internetregeln definieren können die Regeln verwaltet werden.

Domänenbeitritt eines Microsoft Windows 7-Clients

Microsoft Windows-Clients werden mithilfe von Samba integriert und verwaltet. Die Windows-Clients authentifizieren sich dabei gegen den Samba-Server. Auch Datei- und Druckdienste werden für die Windows-Clients über Samba bereitgestellt. UCS@school integriert Samba 4, die nächste Generation der Samba-Suite. Es unterstützt Domänen-, Verzeichnis- und Authentifizierungsdiensten, die kompatibel zu Microsoft Active Directory sind. Dies ermöglicht die Verwendung der von Microsoft bereit gestellten Werkzeuge für die Verwaltung von Benutzern oder Gruppenrichtlinien (GPOs). Optional kann auch weiterhin Samba 3 eingesetzt werden.

Zuerst muss der PC in der Univention Management Console registriert werden. Dort muss in der Modulgruppe UCS@school Administration das Modul Computer hinzufügen aufgerufen werden. Als Computer-Typ ist Windows-System auszuwählen. Die Angabe von Name, IP-Adresse und MAC-Adresse ist verpflichtend. Die Subnetzmaske kann in den meisten Fällen auf der Voreinstellung belassen werden.

Nun tritt der Microsoft Windows-Client der Domäne bei (in diesem Quickstart Guide auf Basis von Windows 7). Der Beitritt kann nur mit einer domänenfähigen Version durchgeführt, d.h. nicht mit Microsoft Windows 7 Home. Die Vorgehensweise gilt analog auch für Microsoft Windows 8.

Der Windows-Client muss DNS-Einträge aus der DNS-Zone der UCS-Domäne auflösen können, d.h. der Schulserver sollte in den Netzwerkeinstellungen des Windows-Clients als DNS-Server eingetragen werden.

Auf dem Windows-System muss die aktuelle Zeit konfiguriert werden. Wenn mit Virtualisierung gearbeitet wird, muss beachtet werden, dass Suspend/Resume-Zyklen zu inkorrekten Systemuhren führen können.

Über StartSystemsteuerungSystem und SicherheitSystem kann der Basiskonfigurationsdialog erreicht werden. Nun muss Einstellungen ändern gewählt und auf Ändern geklickt werden.

Basisinformationen über den Computer

Für den Domänenbeitritt muss unter Domäne der Domänenname der Schule verwendet werden, der bei der Installation gewählt wurde. Nach einem Klick auf die Schaltfläche OK muss in das Eingabefeld Ändern des Computernamens, bzw. der Domäne unter Name der Administrator und in das Eingabefeld Kennwort das bei der Einrichtung des DC Masters verwendete Administrator-Kennwort eingetragen werden. Nun kann der Domänenbeitritt mit einem Klick auf OK gestartet werden.

Abschließend sollte der Client neu gestartet werden.

Durch den Domänenbeitritt wird für den Microsoft Windows-Client automatisch ein Eintrag in der Rechnerverwaltung und DNS-Einträge angelegt. Weitere Hinweise finden sich im UCS-Handbuch im Kapitel Rechnerverwaltung.

Management von Microsoft Windows-Clients

Die Netzkonfiguration der Microsoft Windows-Clients wird über in UCS integrierte DNS- und DHCP-Dienste durchgeführt. Die MAC- und IP-Adressen werden beim Import direkt zugewiesen. Weiterführende Hinweise finden sich im UCS@school-Handbuch im Abschnitt Import der Rechnerkonten für die Windows-PCs.

Die Windows-PCs der Schüler und Lehrer können über Gruppenrichtlinien konfiguriert werden und ist im Windows-Kapitel des UCS-Handbuchs beschrieben.

Auf den Windows-Clients der Schüler kann die Software iTALC installiert werden. Sie wird vom UMC-Modul Computerraumverwaltung verwendet und erlaubt Lehrern den Desktop der Schüler einzuschränken und z.B. Bildschirme und Eingabegeräte zu sperren. Außerdem kann ein Übertragungsmodus aktiviert werden, der die Bildschirmausgabe des Desktops des Lehrers auf die Schülerbildschirme überträgt. iTALC wird im UCS@school-Handbuch weitergehend dokumentiert.

Installation von UCS@school in einer Multi-Server-Umgebung

Bei der Installation von UCS@school in einer Multi-Server-Umgebung gibt es einen zentralen Server in der Schulverwaltung und an jeder Schule einen lokalen Schulserver. Auf diesem Schulserver laufen alle Dienste wie z.B. die Freigaben für die Heimatverzeichnisse der Schüler, der Proxyserver oder die Druckdienste. Es erfolgt dabei eine selektive Replikation der LDAP-Daten, d.h. auf den einzelnen Schulservern sind nur die Daten der jeweiligen Schule gespeichert.

Die in diesem Quickstart Guide beschriebene Installation kann durch die Installation weiterer Schulserver zu einer Multi-Server-Umgebung ausgebaut werden. Die dazu nötigen Schritte sind im Installationskapitel des UCS@school-Handbuch beschrieben.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Beschreibungen zum Konzept und zur Administration von UCS@school können dem UCS@school-Handbuch für Administratoren entnommen werden.

Für Lehrer existiert darüberhinaus eine gesonderte Dokumentation, die die Verwendung der webbasierten Administrationsschnittstellen dokumentiert.

Hilfe zu UCS@school und UCS gibt es im Univention Forum, nützliche Hinweise sind in der Support und Knowledge Base (SDB) von Univention zu finden.

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